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Letzte Änderung:
01.05.2006

Studienreise der Pfarrsekretärinnen des Bezirks Main-Taunus nach Rom

Der 1. Tag

Angefangen hat das Ganze mit einer „Schnapsidee“ beim letzten Treffen im Herbst 2005. Als es um mögliche Ziele für die alle 2 Jahre stattfindende Exkursion der Pfarrsekretärinnen ging, kam der Einwurf, daß ein Pfarrer schon einmal einen Betriebsausflug mit seinen Angestellten nach Rom gemacht habe – Flug mit Ryanair. Ob wir das nicht auch einmal machen könnten?

Nach anfänglichem Zögern entwickelten sich die weiteren Vorschläge sehr schnell, außerdem war man sich einig, daß man beim „höchsten Dienstherr auf Erden“ doch einmal einen Antrittsbesuch machen sollte. Aufgrund der großen Entfernung wäre es aber besser, eine oder auch zwei Übernachtungen einzuplanen, wobei man sich dann auf zwei Übernachtungen einigte.

Ein geeignetes Schwesternhaus war auch bald gefunden und um günstige Flugtarife zu sichern, frühzeitig bei Ryanair gebucht.

Alleine die Reisezeiten beweisen schon, daß es sich mitnichten um eine Vergnügungsfahrt handelte:

Treffen und Abfahrt am Bezirksbüro mittwochs morgens um 3.00 Uhr! Noch leicht verschlafen machten wir uns mit dem Bus auf den Weg zum Flughafen Frankfurt-Hahn. Dort stand dann das Einchecken an und der Gang durch die Sicherheitsschleuse. Nach kurzer Wartezeit durften wir schon das Flugzeug besteigen. Die meisten nutzten die 1,5 stündige Flugzeit dazu, noch etwas vom fehlenden Nachtschlaf nachzuholen. Nach der Landung auf dem Flughafen Rom-Ciampino kurz nach 8.00 Uhr konnten wir gleich den Charterbus besteigen, den unser Bezirksreferent und Reiseleiter Günter Adam vorsorglich bestellt hatte, so daß wir uns nicht mit dem ganzen Gepäck in die öffentlichen Verkehrsmittel begeben mußten.

Der Bus sollte uns direkt zum Petersplatz zur Generalaudienz bringen. Allerdings herrschte der übliche Stoßverkehr zum Arbeitsbeginn und wir kamen nur schrittweise vorwärts. Die Zeit der Audienz kam immer näher, aber der Petersplatz war noch weit entfernt. Aber irgendwann war auch das geschafft, wir holten unsere Karten für die Audienz ab, stellten unser Gepäck unter und machten uns auf den Weg durch die Sicherheitskontrollen am Petersplatz. Leider waren schon viele Menschen vor uns auf den Platz gekommen, so daß für uns nur Stehplätze am Rand der Absperrung übriggeblieben waren. Wir waren so weit hinten auf dem Platz, daß wir den Papst nur als kleine Figur sehen konnten, als er endlich kam. Außerdem sprangen die Pilger im Bereich vor uns auch noch auf ihre Stühle, so daß wir noch nicht einmal sehen konnten, wie Papst Benedikt mit dem Papamobil auf den Platz fuhr. Aber irgendwann setzten sich auch die hartnäckigsten Pilger wieder auf ihre Plätze, so daß wir wenigstens über die Videowände etwas sehen konnten. Vor und während der Audienz wurden in verschiedenen Sprachen die einzelnen Pilgergruppen begrüßt, und als wir an der Reihe waren, haben wir natürlich entsprechend gejubelt!

Wir durften auch gleich die Erfahrungen mit sich penetrant vordrängelnden südländischen Pilgern machen, aber gegen Ende der Audienz hatten wir uns entsprechend akklimatisiert und „verteidigten“ unsere Plätze so gut wie möglich.

Der nächste Punkt nach Audienzende war die Besichtigung der Vatikanischen Museen. Eigentlich wollten wir eine kurze Mittagspause machen, aber die Schlange war schon so lang, daß wir uns vorsichtshalber anstellten, da für 13.30 Uhr eine Führung für uns bestellt war.

In den Vatikanischen Museen gingen wir nur die „kleine Tour“, die aber immerhin noch länger als 4 km war und in der Sixtinischen Kapelle endete. Für eine kurze Stippvisite im Petersdom war auch noch Zeit, aber den Aufstieg zur Kuppel mußten wir auf den folgenden Tag verschieben, da die Warteschlange einfach zu lang war.

Den Transfer zum Hotel erledigten wir mit drei Sammeltaxis, was uns zunächst einige Überredungskünste bei den beteiligten Taxifahrern kostete.

Das Hotel von den Suore Bambini Jesu lag schön zentral hinter Santa Maria Maggiore, ganz in der Nähe der Stazione Termini.

Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, ging es zum Abendessen in ein Restaurant, das uns der Portier empfohlen hatte. Auf dem Rückweg wollten wir uns ein Eis in der Eisdiele in der Nähe unseres Hotels holen, aber leider waren die Türen schon geschlossen, obwohl noch Licht im Laden war. Wir standen noch beratschlagend davor, als auf einmal ein Mann aus dem gegenüberliegenden Haus geschossen kam und die Tür aufschloß. Entschuldigend meinte er, er habe gerade im Fernsehen das Fußballspiel gesehen. Wir waren noch nicht alle bedient, als plötzlich aus allen Richtungen weitere Kunden strömten – der Laden war proppenvoll und es kamen immer noch mehr Leute! Der Gute hatte uns also eine Menge Umsatz zu verdanken!

Aufgrund der doch sehr eingeschränkten Nachtruhe in der vorhergehenden Nacht wollten wir alle nur noch zeitig schlafen gehen – und so endete der erste Tag.

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